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Maßnahmen zur Berufswahlvorbereitung

Die Berufswahlvorbereitung ist an unserer Schule in drei Bereiche gegliedert:

Schaubild

 

Da die Schule die Aufgabe der Unterstützung bei der Berufswahl nicht allein leisten kann und auch nicht über genügend Wissen und Erfahrung in den einzelnen Bereichen verfügt, holen wir uns diese Hilfe von Partnern, die in ihren jeweiligen Bereichen über sehr viel Kompetenz verfügen.

Der Berater von der Bundesagentur für Arbeit kommt drei Mal während eines Jahres in unsere Schule, um unseren Schülern die Informationen zu geben, die einerseits die Bundesagentur für Arbeit allgemein und andererseits der Berater in seiner Tätigkeit mit Schülern und Studenten gesammelt haben.

Während der Schulzeit kommen unsere Schüler mehrfach in Kontakt mit Betrieben. Die Schule legt großen Wert darauf, den Schülern möglichst viele Praxiserfahrungen zu ermöglichen. Die Veranstaltungen werden sowohl in den Betrieben, z.B. durch Betriebsbesichtigungen, als auch in der Schule durchgeführt, wenn z.B. ein Mitarbeiter eines ortsansässigen Unternehmens den Schülern zeigt, wie ein Tabellenkalkulationsprogramm im Betrieb eingesetzt wird. Zu diesem Bereich zählen auch Besuche der Hoch- und der Fachhochschule.

In der Schule arbeiten die verschiedenen Fachlehrer und der Koordinator für die Berufswahlberatung Hand in Hand, um die verschiedenen Aspekte der Berufswahlvorbereitung sinnvoll zu verbinden und nicht unverbunden nebeneinander stehen zu lassen. Dem Koordinator für die Berufswahlvorbereitung obliegt es, die Veranstaltungen zu organisieren, den Schülern das Konzept für die Berufswahlberatung nahe zu bringen und die Informationen, die die Schule zu diesem Thema bekommt, zielgerichtet an die Schüler weiterzuleiten.

Im Folgenden wird dargestellt, wie die zeitliche Reihenfolge der Maßnahmen ist, um zu zeigen, wie die unterschiedlichen Aspekte in den drei Bereichen miteinander verzahnt werden.

In den Jahrgangsstufen 5 bis 8 findet die Studien- und Berufswahlorientierung in den Fächern Deutsch, Englisch, Sozialwissenschaften und Religion statt. Es gehört zu den Kernlernzielen dieser Fächer bei den SuS eine funktionale kommunikative Kompetenz systematisch zu entwickeln. Diese Kompetenz erwerben sie, indem sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Lesen, Hören und Sprechen in Verwendungssituationen im Alltag, in der Aus- und Weiterbildung sowie in Situationen der berufsorientierten Kommunikation schulen.

Außerdem nehmen Schülerinnen dieser Jahrgangsstufen am Girls’ Day teil. Aufgrund immer noch bestehender Vorurteile schöpfen Mädchen ihre Berufsmöglichkeiten oft nicht voll aus, sondern über die Hälfte der weiblichen Auszubildenden entscheidet sich für einen mädchentypischen Ausbildungsberuf. Deshalb sollen Mädchen an diesem Tag praxisnah ihre eventuellen Vorbehalte gegenüber technischen oder techniknahen Berufen abbauen und die Arbeitswelt unmittelbar erleben.

Am Ende der Jahrgangsstufe 9 findet dann für alle SuS ein Kompetenzcheck statt. Die Ziele dieses für die Eltern kostenlosen professionellen Kompetenzchecks sind:

Außerdem kann dieser Kompetenzcheck eine erste Hilfe bei der Wahl des Praktikumsplatzes für das Schülerbetriebspraktikum sein, das am Ende der Jahrgangsstufe 10 stattfindet.

In der Jahrgangsstufe 10 kommt ein Berater der Agentur für Arbeit in die Schule, um den SuS sowohl die Möglichkeiten der Homepage der Arbeitsagentur als auch die sonstigen Hilfestellungen der Arbeitsagentur wie Zeitschriften und persönliche Beratungen zu erläutern. Durch diese Maßnahmen in den Jahrgangsstufen 9 und 10 dürfte eine hinreichende Grundlage für die Wahl eines Praktikumsplatzes gegeben sein.

Das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum fördert die Kompetenzen der SuS im Bereich der Berufs- und Studienwahl auf vielfältige Weise. Zum ersten werden die SuS angehalten, den Betrieb für ihr Praktikum selbstständig zu finden, so dass sie oft mit vielen verschiedenen Betrieben Kontakt aufnehmen und entsprechende Gespräche führen müssen. Auch dann, wenn der jeweilige Betrieb dies nicht verlangt, müssen die SuS für ihre spätere Praktikumsmappe ein Bewerbungsschreiben und einen tabellarischen Lebenslauf anfertigen, da die Gestaltung dieser Schriftstücke für eine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oft von entscheidender Bedeutung ist.

Die praxisnahe Einbindung in einen beruflichen Alltag muss an dieser Stelle nicht besonders betont werden. Die abschließende Reflexion des Schülerbetriebspraktikums bei der Erstellung einer Praktikumsmappe kann den SuS noch einmal eine große Hilfe bei der Berufs- und Studienwahl sein. Während des Praktikums werden die Schüler von je einem Betreuungslehrer mindestens ein Mal besucht. Während dieses Besuchs werden Probleme vor Ort besprochen und Hilfestellungen gegeben, wie der Schüler das Praktikum für seine Berufsfindung nutzen kann.

In der Sekundarstufe II liegt der Schwerpunkt der Berufsberatung am Anne-Frank-Gymnasium in der Jahrgangsstufe 12, da wir der Meinung sind, dass spätestens in dieser Jahrgangsstufe die Entscheidung für eine Berufsgruppe fallen sollte. Die erste Veranstaltung für diese Jahrgangsstufe ist eine Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit mit dem Thema „Alternativen zum Studium“. Diese Beratung wird bewusst an den Anfang des Schuljahres gelegt, damit die Schüler noch genügend Zeit haben, sich über die verschiedenen Berufe zu informieren und die zum Teil sehr frühzeitigen Bewerbungstermine wahrzunehmen.

Außerdem findet in zeitlich geringem Abstand eine Exkursion zu der Ruhruniversität Bochum und der Universität Dortmund statt. Diese Exkursionen finden zeitgleich statt, so dass jeder Schüler zu einer Hochschule fährt. Im Vorhinein informiert der Koordinator für die Berufswahlvorbereitung die Schüler über das Programm an der jeweiligen Hochschule. In der Regel findet eine einstündige Informationsveranstaltung durch die Hochschule statt, an die sich eine Campusführung anschließt. Die Vorlesungen, die von den Schülern besucht werden können, müssen sie sich vor der Exkursion selbst aussuchen, so dass sie sich bereits vorab mit der Homepage der jeweiligen Universität vertraut machen müssen. Außerdem können sich die SuS hier über viele weitere Angebote der Uni informieren, nicht zuletzt auch über das Mittagessen, das sie am Tag der Exkursion in der Mensa einnehmen können. Hier können sich die SuS bereits daran gewöhnen, dass ein heutiges Studium ohne Internet gar nicht mehr möglich ist. Von der Immatrikulation über die Belegung der Vorlesungen und Seminare bis hin zur Einreichung von Seminararbeiten geschieht heute alles auf digitalem Wege.

Im Laufe des Schuljahres wird der Wandertag der Schule für die Jahrgangsstufe 12 so genutzt, dass der Berater von der Bundesagentur für Arbeit in die Schule kommt und über drei verschiedene Berufsgruppen informiert. In der Vergangenheit waren dies die Berufsgruppen BWL und Recht, Medizin und Soziales, Design und Medien. Es hat sich jedoch auch gezeigt, dass eine wachsende Nachfrage nach den Ingenieurwissenschaften besteht, die ab der nächsten Beratung berücksichtigt werden sollen. Zum Abschluss der Jahrgangsstufe 12 nehmen die Schüler an einem Bewerbungstraining teil, das von der Bundesagentur für Arbeit, der Stadtsparkasse Lüdenscheid, der Barmer Ersatzkasse, den Stadtwerken und Busch Jäger Elektro veranstaltet wird. Während der Jahrgangsstufe 12 nutzen viele Schüler die Gelegenheit ihre Facharbeit in einem der beiden Unternehmen Werner Turck GmbH und Lumberg GmbH zu schreiben. Die Erfahrungen der Schüler in den letzten Jahren waren durchweg positiv, so dass an der Zusammenarbeit mit den Unternehmen in diesem Punkt festgehalten werden soll.

In der Jahrgangsstufe 13 findet eine Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit statt, die unter dem Motto „Wie finde ich einen Studienplatz?“ steht. Darüber hinaus gibt es sowohl in der Jahrgangsstufe 12 als auch in der Jahrgangsstufe 13 immer wieder Exkursionen von Leistungskursen zu Betrieben oder Hochschulen, die mit dem Fach des Leistungskurses in Zusammenhang stehen. Beispielhaft seien hier die Exkursionen der Leistungskurse Mathe aus der Jahrgangsstufe 12 zur RWTH Aachen und der Leistungskurse Mathe aus der Jahrgangsstufe 13 zur Fachhochschule Südwestfalen genannt, die im Schülerjahr 2006/2007 durchgeführt wurden.  

Ansprechpartner für die Berufsberatung an der Schule ist Herr Knop

 

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